Unser Windelfrei Experiment

Von Windelfrei habt ihr bestimmt schon mal gehört. Ich hab das erste Mal davon gehört als ich mit meiner zweiten Tochter 2006 schwanger war. Damals war es mir ehrlich gesagt suspekt und ich habe mich nicht weiter damit befasst.

Ich las dann viel in Foren mit, las das Buch Auf der Suche nach dem verlorenen Glück und kannte auch eine Mama die Windelfrei erfolgreich mit ihrem Sohn praktizierte. Es faszinierte mich und ich bewunderte alle Eltern die es schafften in einer so tollen Kommunikation mit ihren Babys zu stehen. Meine Versuche die Signale meiner Tochter richtig zu deuten schlugen meist fehl. Nach etlichen Pannen und nassen Klamotten gab ich relativ schnell auf.

Als ich wieder schwanger war, überlegte ich ob ich es nicht doch noch einmal mit dem Abhalten wagen sollte. Ganz entspannt und ohne Druck. Die Kleine wurde im Februar geboren. Es war draußen richtig kalt und wir wohnten in einem alten Bauernhaus in dem es dauerhaft nur so um die 17-19°C hatte. Da war es mir für Windelfrei mit einem Neugeborenen zu kalt und als es wärmer wurde waren wir im Umzugsstreß inkl. Eingewöhnung ins neue Zuhause etc. Allerdings entschied sie mit ca 20 Monaten das Windeln doof sind und zog sich dieselbigen bei jeder Gelegenheit aus. So kam es des öfteren vor das man durch eine kleine Pfütze lief und überall Handtücher herumlagen. Wir haben sie nicht spüren lassen wie sehr uns diese Pfützen und Häufchen nervten. Haben sie ermutigt rechtzeitig auf ihr Töpfchen zu gehen oder uns Bescheid zu sagen. Es klappte immer besser und mit 24 Monaten war sie weitgehend Windelfrei.

Bei unserer vierten Tochter hab ich wieder einen ernsten Windelfreiversuch gestartet. Bei jedem wickeln hab ich sie abgehalten,versucht ihre Signale zu deuten. Doch auch diesmal klappte es nicht wirklich und ich gab auf.

Nun bei unserem Sohn hab ich gar nicht darüber nachgedacht. In unserem Alltag konnte ich mir nicht vorstellen jedes Pippi abzufangen bzw. die Ruhe zum Signale deuten und abhalten zu haben.

Als wir dann nach langen 10 Wochen Krankenhaus endlich zu Hause waren, mussten wir uns auch erstmal eingewöhnen und sich alles einspielen. Doch schon in der ersten Woche hat er mir deutlich gezeigt wenn er das Bedürfnis hatte sein großes Geschäft zu machen. Das war ca. 4 mal am Tag und 1x nachts der Fall.

Da er dabei immer sehr mitdrückte und presste, dachte ich ihm würde das Abhalten über einem Topf schneller und leichter eine Erleichterung verschaffen. So lief ich in die Küche und nahm eine mittelgroße Rührschüssel aus der Schublade um sie ihm bei nächster Gelegenheit unter seinen Poppes zu halten.

Überraschenderweise klappte es sofort und hatte auch die gewünschte Wirkung. Es viel ihm deutlich leichter und er war somit auch schneller fertig.

Mittlerweile macht er nur noch einmal alle 1-2 Tage Groß und das landet zuverlässig in der Schüssel. Ansonsten halte ich ihn bei jedem Wickeln ab, was er dann auch meistens zum Pipi machen nutzt.

So sind wir nun ganz ungeplant teilzeit Windelfrei. Ich freu mich sehr darüber und hoffe dass es weiterhin so gut läuft.

Bis bald,

Eure Claudia

 

 

 

 

 

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